Einem Shop mit Produktkatalog fehlen für Social Media selten die Ideen. Das Problem: Jeder Montag beginnt mit derselben Frage – welche Produkte zeigen wir diese Woche? Bei 120 Produkten fällt die Auswahl schwer, und jedes ausgewählte Produkt braucht danach noch ein Foto, einen Text und etwas Gestaltung.

Zuerst machen wir aus der Produktauswahl eine Regel, die mit jedem Tool funktioniert. Danach zeigen wir an einem fiktiven Keramikshop, wie aus dem Produkt-Feed Beitragsentwürfe werden.

Welche Produkte solltest du diese Woche zeigen?

Jede Woche bei null anzufangen ist mühsam, und eine klare Linie entsteht so nicht. Die häufigste Falle: immer wieder die Bestseller zeigen. Damit rückst du ins Rampenlicht, was sich ohnehin verkauft, und der Rest des Katalogs bleibt unsichtbar. Wähle stattdessen nach fünf Gesichtspunkten aus:

  • Saison prüfen: Was brauchen die Leute in den nächsten 2–3 Wochen? Bei Keramik sind das im Herbst Suppenschalen und in der Adventszeit Becher zum Verschenken.
  • Lagerbestand prüfen: Zeig nichts, wovon weniger als 5 Stück übrig sind. Wer über den Beitrag in den Shop klickt, landet sonst bei „Ausverkauft“.
  • Marge einplanen: Gib deinen Produkten mit der höchsten Marge mindestens eine Woche im Monat.
  • Neuheiten zeigen: am besten in den ersten zwei Wochen nach dem Launch. Neues vor allen anderen zu sehen, ist einer der Gründe, warum Leute einem Shop folgen.
  • Bestseller abwechseln: nur jede zweite Woche und jedes Mal ein anderer.

Wende nicht jede Woche alle fünf Gesichtspunkte an, sondern verteile sie über den Monat. Dann musst du jeden Montag nur eine Frage beantworten, und bis zum Monatsende kommen unterschiedliche Bereiche des Katalogs zum Zug.

Beispiel für eine 4-Wochen-Rotation

WocheSchwerpunktAuswahlregelBeispiel Hafenkeramik
1NeuheitenProdukte, die in den letzten 30 Tagen dazugekommen sindNeue Serie glasierter Kaffeebecher (5 Produkte)
2BestsellerTop 10 der letzten 90 Tage, ohne die im Vormonat gezeigtenLöffelablage, Suppenschalen in zwei Größen
3Marge und ÜberbestandProdukte mit hoher Marge oder mehr als 20 Stück auf LagerGroße Servierplatten, Übertopf-Set
4SaisonProdukte, die im nächsten Monat gebraucht werdenBecher-Duo im Geschenkkarton, Teekanne

Sechs bis acht Produkte pro Woche reichen völlig. Wenn du 8 Beiträge pro Woche veröffentlichst, können manche Produkte zweimal auftauchen: einmal als Einzelbild, einmal in einem Karussell, das mehrere Produkte zusammen zeigt. Halte die Regeln einmal in einer Tabelle fest und wende sie dann jede Woche an.

Schritt für Schritt: vom Produkt-Feed zum Entwurf

Steht die Rotation, geht es darum, aus den Produkten Beiträge zu machen. In VonaHub passiert das über die Mehrfachgenerierung, die in den Tarifen Business, Enterprise und Agency enthalten ist. So sieht die Montagsroutine von Hafenkeramik aus:

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    Produkt-Feed verbinden

    Füge deinen Feed im Format Google Shopping XML oder Meta-Katalog hinzu. Kein Feed vorhanden? Dann kannst du Produkte und Dienstleistungen auch manuell erfassen. Schaltest du den nächtlichen Abgleich ein, wird der Katalog jede Nacht um 00:00 Uhr (UTC) aktualisiert. Preis- und Bestandsänderungen, die du tagsüber im Shop vornimmst, sind dann am nächsten Morgen auch in VonaHub.

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    Produkte der Woche auswählen

    Markiere in der Produktliste die Produkte aus deiner Rotation. Du kannst bis zu 20 auf einmal auswählen – mehr als genug für einen Shop, der 6–8 Produkte pro Woche zeigt.

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    „Produktbild beibehalten“ aktivieren

    Ist dieser Modus aktiv, bleibt das Katalogfoto des Produkts unverändert. Ergänzt werden nur Szene, Licht und Hintergrund: Der Becher bleibt derselbe Becher, steht jetzt aber auf einem Frühstückstisch.

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    Serie beschreiben

    Beschreib in einem einzigen Prompt, worum es in der Serie gehen soll. Die Voreinstellung „Woche“ erstellt 8 Beiträge, „Monat“ 30; du kannst die Anzahl auch selbst festlegen – bis zu 150 Beiträge pro Durchgang. Wähle danach die Beitragsfrequenz (8 Optionen), die Plattform und die Uhrzeit.

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    Entwürfe im Kalender prüfen

    Die Beiträge landen als Entwürfe auf ihren Terminen im Kalender, und keiner wird automatisch veröffentlicht. Bearbeite sie, plane sie oder schick sie über das Freigabeportal zur Kundenfreigabe.

BeispielansichtBeispielansicht: Die Produkte der Woche werden aus dem Katalog ausgewählt, die daraus erstellten Beiträge erscheinen in einem Raster.

Nenne den Schwerpunkt der Woche im Prompt. „Stell die neue Serie glasierter Becher rund um den Morgenkaffee vor – warm, aber zurückhaltend“ ergibt eine deutlich einheitlichere Serie als „Bewirb diese Produkte“. Betreust du mehrere Shops, etwa als Agentur, lässt du die Entwürfe über das Freigabeportal vom jeweiligen Shop freigeben.

Warum gelten für Logo und Preis unterschiedliche Regeln?

Zwei Details zerstören das Vertrauen in einen Produktbeitrag schneller als alles andere: ein verzerrtes Logo und ein falscher Preis.

Das Logo wird nicht ins Bild hineingezeichnet, sondern per Code eingesetzt, sobald das Bild fertig ist. So wird die Schrift nie verzerrt, und das Logo sitzt in jedem Beitrag in derselben Ecke. In deinem Profilraster ist es also nicht mal riesig und mal schief.

Das Preisschild wird nur eingefügt, wenn der Katalogpreis weniger als 7 Tage alt ist. Wurde dein Feed seit einer Woche nicht aktualisiert oder sind die Preisdaten eines Produkts veraltet, kommt auf das Bild dieses Produkts kein Preis.

Welches Format passt zu einem Produktbeitrag?

Ein Produktbeitrag muss kein Einzelbild sein. Auf Instagram eignet sich ein Feed-Beitrag für ein einzelnes Produkt, ein Karussell (2–10 Bilder) für mehrere Produkte aus derselben Serie und ein Reel für den Moment, in dem das Produkt benutzt wird. Welches Format wofür passt, erklären wir ausführlich im Artikel Reels, Karussell oder Story: Welches Format passt zu deiner Idee?.

  • Stell eine neue Serie mit einem Karussell vor: die ganze Serie auf dem ersten Bild, einzelne Produkte auf den weiteren.
  • Präsentiere einen Bestseller in einem Feed-Beitrag und beschreib im Beitragstext eine Situation, in der er zum Einsatz kommt.
  • Teile in der Vorweihnachtszeit eine kurze Erinnerung in deiner Story und verlinke die Produktseite.
  • Zeig in einem Reel, wie ein Stück in der Werkstatt geformt wird. Bei Handgemachtem erklärt der Entstehungsprozess auch den Preis.

VonaHub prüft das Format vor der Veröffentlichung: Bilder für Feed und Karussell müssen ein Seitenverhältnis zwischen 0,75 und 1,91 haben, und Beitragstexte dürfen höchstens 2.200 Zeichen und 30 Hashtags enthalten. Verstößt ein Entwurf gegen eine Regel, erscheint eine Warnung, bevor er online geht.

BeispielansichtBeispielansicht: Formatoptionen für Instagram und Facebook mit Warnung zum Seitenverhältnis vor der Veröffentlichung.
Social-Media-Beiträge in Serie erstellenErstelle aus deinen Katalogprodukten Beiträge für eine ganze Woche – in einem Durchgang.

Was solltest du prüfen, bevor du deinen Feed verbindest?

Je sauberer der Feed, desto weniger musst du an den Entwürfen nacharbeiten. Den Produkttitel sieht auch deine Kundschaft, und bei aktivem Modus „Produktbild beibehalten“ steht das Hauptbild im Mittelpunkt des Beitrags. Nimm dir vor dem Verbinden 15 Minuten für diese Liste:

Checkliste für den Produkt-Feed

  • Entferne Artikelnummern und Wörter in Großbuchstaben aus den Produkttiteln.
  • Schreib in den Titel, was das Produkt ist und was es besonders macht: „Handgemachter glasierter Kaffeebecher, 250 ml“ statt „Becher 3“.
  • Prüfe, ob jedes Hauptbild scharf und mindestens 1.080 Pixel breit ist.
  • Ersetze Hauptbilder mit Text, Wasserzeichen oder Collagen durch schlichte Produktfotos.
  • Prüfe, ob Preise und Angebotspreise (inkl. MwSt.) dem aktuellen Stand in deinem Shop entsprechen.
  • Falls du den nächtlichen Abgleich eingeschaltet hast: Ändere einen Preis im Shop und teste, ob der Feed die Änderung vor dem Abgleich (00:00 Uhr UTC) übernimmt.
  • Prüfe, ob ausverkaufte Produkte auch im Feed als „Nicht auf Lager“ erscheinen.

Wie sieht eine Woche in der Praxis aus?

  1. 1.Schau am Montagmorgen in der Rotationstabelle nach dem Schwerpunkt der Woche und wähle 6–8 Produkte aus.
  2. 2.Starte mit diesen Produkten und der Voreinstellung „Woche“ eine Serie mit 8 Beiträgen.
  3. 3.Prüfe die Entwürfe: Stimmen Produktname, Größe und Material, und passt die Szene zum Produkt?
  4. 4.Ergänze ein bis zwei Beiträge ohne Produkt (Werkstatt, Pflegetipps) von Hand.
  5. 5.Plane die Woche im Kalender oder schick sie zur Freigabe, wenn im Shop noch jemand mitentscheidet.

Wenn du einen ganzen Monat auf einmal vorbereiten willst, nimm die Voreinstellung „Monat“. Ändert sich dein Katalog oft, ist der Wochenrhythmus trotzdem die bessere Wahl: So bleibst du nah an Bestand und Preisen, und was du montags auswählst, ist in dieser Woche auch wirklich lieferbar. Einen Überblick über Social Media im Onlinehandel gibt dir unser Branchenleitfaden Onlinehandel.

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