Die neue Kollektion ist da, und du willst sie auf Instagram ankündigen. Meist lautet die Frage: „Was teilen wir?“ Die zweite Frage, „In welchem Format?“, fällt oft unter den Tisch. Dabei erzählt dasselbe Foto im Feed etwas anderes als in einer Story. Und ein vertikales Video, das als Reel gut läuft, wird beschnitten oder gar nicht erst veröffentlicht, wenn es als Feed-Beitrag geplant ist.
Im Folgenden erfährst du, wie du die vier Instagram-Formate nach dem Ziel auswählst, welche technischen Grenzen jeweils gelten und wie eine fiktive Boutique eine einzige Idee auf alle vier verteilt. Am Ende steht eine kurze Checkliste, die du vor jedem Veröffentlichen durchgehen kannst.
Wofür ist welches Format gedacht?
Feed-Beitrag
Der klassische Beitrag mit einem einzelnen Bild. Er erscheint im Feed deiner Follower und bleibt in deinem Profilraster sichtbar – auch für alle, die erst später auf dein Profil stoßen. Damit ist er dein Schaufenster: das beste Produktfoto, eine Ankündigung, eine klare Botschaft. Brauchst du mehr als ein Bild, um etwas zu erklären, wird es hier zu eng.
Karussell
Ein Beitrag mit 2 bis 10 Elementen, durch die man wischt. Er eignet sich für alles, was eine Reihenfolge hat: einen Ablauf, einen Vergleich, die Teile einer Kollektion. Seine Stärke ist die Abfolge: Das erste Bild macht neugierig, die mittleren liefern Details, das letzte sagt, wie es weitergeht. Inhalte, die man später noch einmal aufruft, etwa eine Größentabelle oder Pflegetipps, sind hier gut aufgehoben.
Reels
Ein einzelnes vertikales Video. Mit Reels erreichst du am ehesten Menschen, die dir noch nicht folgen. Gleichzeitig wird hier sofort weitergewischt, wenn die ersten Sekunden nicht packen. Bewegung, Vorher-nachher-Effekte und Anleitungen passen hier ganz natürlich. Ein Reel erscheint außerdem als einzelnes Bild in deinem Profilraster, deshalb kommt es auf das Titelbild an.
Story
Ein einzelnes Bild oder Video, vertikal im Vollbild. Eine Story verschwindet nach 24 Stunden und erreicht vor allem deine bestehenden Follower. Sie ist also für schnelle Neuigkeiten aus dem Alltag gedacht: „Neue Teile sind da“, „Heute bis 20 Uhr geöffnet“. Einen sichtbaren Beitragstext gibt es nicht, deshalb gehört die Botschaft direkt aufs Bild.
Wähle das Format nach dem Ziel
Geh von dem aus, was der Beitrag bewirken soll, nicht vom Material, das du gerade zur Hand hast. Die Tabelle ordnet typischen Zielen ein Format und dessen technische Anforderungen zu.
| Ziel | Format | Technische Anforderung |
|---|---|---|
| Ein Produkt oder eine Ankündigung dauerhaft im Profil zeigen | Feed-Beitrag | Einzelnes Bild; Seitenverhältnis 0,75–1,91; Beitragstext bis 2.200 Zeichen und 30 Hashtags |
| Eine Kollektion, einen Ablauf oder einen Vergleich der Reihe nach zeigen | Karussell | 2–10 Elemente; jedes Element 0,75–1,91; dieselben Grenzen für Beitragstext und Hashtags wie im Feed |
| Menschen erreichen, die dir nicht folgen, und Bewegung zeigen | Reels | Einzelnes vertikales Video, 9:16; Datei bis 95 MB (MP4, MOV, WebM); Titelbild oder ein Einzelbild aus dem Video |
| Follower über kurzfristige Neuigkeiten informieren | Story | Einzelnes Bild oder Video, vertikal (9:16); die Botschaft steht auf dem Bild |
| Ein Produkt ins Schaufenster stellen und entdecken lassen | Feed-Beitrag + Reels | Zwei getrennte Dateien: ein Foto in 4:5 und ein Video in 9:16 |
| Daran erinnern, dass eine Aktion heute endet | Story | Einzelnes Element; Datum und Uhrzeit auf dem Bild |
Das Seitenverhältnis ist einfach die Breite geteilt durch die Höhe. Ein Foto mit 1080 × 1350 Pixeln ergibt 0,8 (4:5) und passt in den Feed; ein quadratisches Bild ergibt 1, ein Querformat mit 1,91:1 ergibt 1,91 – beide liegen im Rahmen. Ein vertikales Smartphone-Video im Format 9:16 kommt auf rund 0,56 und liegt damit unterhalb des Feed-Bereichs. Deshalb veröffentlichst du vertikale Videos als Reel oder Story.
Eine Idee, vier Formate: das Beispiel Lina Atelier
Lina Atelier ist eine fiktive Boutique für handgefertigte Leinenkleider und -hemden; zwei Personen kümmern sich um das Instagram-Konto. Die beiden wollen die Herbstkollektion ankündigen.
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Die Idee auf einen Satz bringen
Bei Lina Atelier lautete er: „Die Herbstkollektion aus Leinen ist da: 8 Teile.“ Jedes Format zeigt eine andere Seite davon; keins fängt bei null an.
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Das Aufmacherfoto in den Feed stellen
Ein Foto der ganzen Kollektion in 4:5. Der Beitragstext erzählt ihre Geschichte. Hashtags: deutlich weniger als 30 und nur solche, die wirklich passen.
- 3
Die Teile im Karussell der Reihe nach zeigen
Zuerst das auffälligste Kleid, danach die übrigen sieben, am Ende Größen und Adresse. Neun Elemente, alle in 4:5; gemischte Seitenverhältnisse führen zu Zuschnitten und einem unruhigen Gesamtbild.
- 4
Im Reel Bewegung zeigen
Ein 20-sekündiges vertikales Video, das zeigt, wie der Stoff fällt. Das Kleid dreht sich schon in den ersten zwei Sekunden; Texteinblendungen halten Abstand zum oberen und unteren Rand, weil die Bedienelemente der App sie dort verdecken.
- 5
In der Story sagen, wann es losgeht
Ein vertikales Bild: „Die neue Kollektion hängt ab morgen, 10 Uhr, im Laden.“ Ein Beitragstext wird nicht angezeigt, deshalb stehen Datum und Uhrzeit auf dem Bild.
Was passiert, wenn ein vertikales Video im Feed landet?
Das alte Problem von Lina Atelier kennen viele: Ans Format denkt man erst, wenn der Beitrag rausgehen soll. Instagram akzeptiert für Feed-Beiträge und Karussells nur einen bestimmten Bereich an Seitenverhältnissen. Veröffentlichst du direkt in der App, bekommst du einen Zuschnitt angeboten; bei einem geplanten Beitrag fehlt dieser Schritt, und unpassende Medien können beim Veröffentlichen scheitern.
Die Instagram-Planung von VonaHub prüft das schon, während du planst. Liegt ein Element im Feed oder Karussell außerhalb von 0,75–1,91, wird der Beitrag vor dem Veröffentlichen gestoppt und ein passenderes Format vorgeschlagen, bei einem vertikalen Video „Reels verwenden“. Hat der Beitragstext mehr als 2.200 Zeichen oder mehr als 30 Hashtags, erscheint im selben Bildschirm eine Warnung. VonaHub schlägt das Format anhand deiner Medien vor, und die Vorschau richtet sich danach: Reels und Stories erscheinen im vertikalen Rahmen (9:16).
Du veröffentlichst von Hand? Teile die Breite durch die Höhe und vergleiche das Ergebnis mit der Tabelle. Zwei Minuten Rechnen kosten weniger als eine Ankündigung, die nie erscheint.
Wähle das Reel-Titelbild bewusst
Ein veröffentlichtes Reel erscheint in deinem Profilraster als einzelnes Bild. Überlässt du das Titelbild dem Zufall, kann es jeder beliebige Moment sein: ein halb geschlossenes Auge, ein verschwommener Übergang, ein angeschnittener Text. Wer dein Profil zum ersten Mal besucht, liest das Raster wie ein Schaufenster, und unruhige Titelbilder wirken nachlässig, selbst wenn der Content gut ist.
Du hast zwei Möglichkeiten:
- Ein Titelbild hochladen. Nimm ein gestaltetes Bild, auf dem auch der Name der Kollektion stehen kann. Das Raster schneidet die Ränder unter Umständen ab, halte Text deshalb mittig.
- Ein Einzelbild aus dem Video auswählen. Mach das Bild einer beliebigen Sekunde zum Titelbild. Wähle einen Moment, in dem das Produkt scharf und ruhig im Bild ist.
Sind in VonaHub beide Varianten gesetzt, gilt das hochgeladene Titelbild. Änderst du das Titelbild später, wird die Kundenfreigabe des Beitrags nicht zurückgesetzt. Agenturen müssen also nicht allein wegen eines neuen Titelbilds eine zweite Freigabe einholen.
Wie verhält sich derselbe Content auf Facebook?
Instagram-Content landet oft auch auf deiner Facebook-Seite. Facebook kennt die Formate Beitrag, Video, Reels und Story – mit leicht abweichenden Regeln.
- Ein einzelnes vertikales Bild wird zum normalen Beitrag. Auf Facebook geht ein einzelnes Bild standardmäßig als normaler Beitrag raus, auch im Hochformat. Willst du eine Story oder ein Reel, stell das Format um.
- Wähle das Format pro Plattform. Ist ein Beitrag für beide geplant, bekommt jede Plattform ihr eigenes Format, etwa ein Reel auf Instagram und ein Video auf Facebook.
- Halte für Facebook ein eigenes Titelbild bereit. Für Videos und Reels kannst du auf Facebook kein Einzelbild aus dem Video als Titelbild wählen; verwendet wird das hochgeladene Bild. Hast du für Instagram ein Einzelbild gewählt, exportiere genau dieses Bild und lade es für Facebook hoch.
Mehr dazu unter Facebook-Seite verwalten. Wie du als lokales Unternehmen beide Plattformen zusammen nutzt, erklären wir im Artikel Facebook und Instagram für lokale Unternehmen.
Instagram-Beiträge planenPlane alle vier Formate in einem Kalender – unpassende Medien fallen auf, bevor sie veröffentlicht werden.Prüfe das Format vor dem Veröffentlichen
Formatcheck vor dem Veröffentlichen
- Formuliere das Ziel des Beitrags in einem Satz: Schaufenster, Erklärung, neue Reichweite oder Neuigkeit des Tages.
- Wähle in der Tabelle das Format, das zum Ziel passt.
- Prüfe, ob Medien für Feed und Karussell zwischen 0,75 und 1,91 liegen (Breite ÷ Höhe).
- Plane Karussells mit 2 bis 10 Elementen, alle im selben Seitenverhältnis.
- Plane vertikale Videos als Reel oder Story ein, nie als Feed-Beitrag.
- Lade ein Reel-Titelbild hoch oder wähle ein scharfes Einzelbild aus dem Video.
- Prüfe, dass der Beitragstext höchstens 2.200 Zeichen und höchstens 30 Hashtags hat.
- Bring Datum, Uhrzeit und Adresse einer Story direkt aufs Bild.
- Geht der Beitrag auch auf Facebook, stell das Format dort separat ein und füge ein Titelbild hinzu.