Frag in der Autowerkstatt, im Friseursalon oder in der Bäckerei um die Ecke nach, ob sich Facebook noch lohnt. Die meisten winken ab: „Heute sind doch alle auf Instagram.“ Dann schauen sie aufs Handy und sehen, dass letzte Woche drei Leute per Messenger nach einem Termin gefragt haben.

Kurz gesagt: Es hängt von deiner Kundschaft ab, aber für viele lokale Unternehmen übernehmen die beiden Plattformen unterschiedliche Aufgaben. Hier erfährst du, worin der Unterschied liegt, wie du einen Inhalt für beide anpasst, wie du mit Kommentaren und Nachrichten umgehst und wie viel Zeit das pro Woche kostet.

Warum unterscheiden sich die Zielgruppen auf Facebook und Instagram?

Vorweg: Das sind keine Statistiken, sondern Beobachtungen, die lokale Unternehmen häufig machen. Gleiche sie also mit deinen eigenen Konten ab. Auf Facebook wollen die Leute oft etwas finden oder nachfragen. Sie stöbern in lokalen Gruppen, schauen auf deiner Seite nach Adresse und Öffnungszeiten oder schreiben im Messenger: „Habt ihr morgen offen?“ Auf Instagram wollen sie vor allem etwas sehen: das fertige Ergebnis, die Atmosphäre vor Ort, kurze Videos.

Auch das Alter unterscheidet sich oft. Viele lokale Unternehmen erreichen auf Facebook ein älteres Publikum, das auch längere Beiträge liest, auf Instagram dagegen eines, das schneller weiterscrollt. Die Kundschaft einer Autowerkstatt ist auf beiden Plattformen unterwegs: Auf Facebook fragt jemand, wann die nächste Inspektion fällig ist, auf Instagram speichert jemand anderes ein Foto mit neuen Alufelgen.

AnliegenFacebookInstagram
Fragen, TerminanfragenMessenger und Kommentare auf der Seite werden viel genutztDirektnachrichten, oft als Reaktion auf ein Foto oder Video
Längerer TextWird gelesen; gut für DetailsDie erste Zeile entscheidet; der Rest wird oft übersprungen
Link teilenLinks in Beiträgen sind anklickbarLinks im Beitragstext sind nicht anklickbar; nutze den Link im Profil oder Direktnachrichten
Gefunden werdenLokale Gruppen und geteilte BeiträgeReels, „Entdecken“ und Standortmarkierungen
SchaufensterAdresse, Öffnungszeiten und Telefonnummer in den SeiteninfosDas Raster im Profil zeigt deine Arbeiten

So passt du denselben Inhalt für beide Plattformen an

Für jede Plattform eigene Inhalte zu erstellen, ist für ein kleines Unternehmen nicht realistisch – und auch nicht nötig. Dasselbe Foto oder Video funktioniert auf beiden Plattformen; anpassen musst du nur Text, Link und Format.

  • Text: Auf Instagram gehört ein einziger Satz, der neugierig macht, in die erste Zeile; die Details kommen darunter. Auf Facebook gibst du dieselben Informationen in zwei, drei kurzen Absätzen, zusammen mit Adresse und Öffnungszeiten.
  • Links: Füge deinen Link zur Terminbuchung oder zum Kontakt direkt in den Facebook-Beitrag ein. Auf Instagram schreibst du „Termine per DM“ oder „Link in Bio“.
  • Hashtags: Nutze auf Instagram ein paar passende Hashtags zu deiner Branche und deinem Ort, z. B. #autowerkstatt und #nürnberg. Auf Facebook reichen sehr wenige oder gar keine.
  • Vorher und nachher: Zeig die beiden Fotos auf Instagram als Karussell. Auf Facebook wirkt ein Einzelbild, das beide Fotos nebeneinander zeigt, klarer.
  • Video: Teile ein kurzes Video im Hochformat auf Instagram als Reel und auf Facebook als Video oder Reel. Das Titelbild wählst du auf beiden Plattformen selbst aus.
InstagramFacebook
Text„Drei Wochen lang haben diese Bremsen gequietscht. Zweites Foto: repariert.“ Darunter ein kurzer Hinweis und 3–5 Hashtags.„Heute neue Bremsbeläge und -scheiben eingebaut. Bremsen quietschen? Nicht lange warten – der Check dauert 15 Minuten.“ Darunter Adresse, Öffnungszeiten und Buchungslink.
BildKarussell: vorher, nachherEinzelbild: vorher und nachher nebeneinander
Call-to-Action„Termine per DM“„Termin über den Link buchen oder per Messenger anfragen“

Wie schnell und in welchem Ton solltest du antworten?

Bei einem lokalen Unternehmen steckt hinter einem Kommentar oder einer Nachricht oft eine Terminanfrage. Eine allgemeingültige Frist gibt es nicht, aber setz dir selbst eine: Beantworte alles, was während der Öffnungszeiten eingeht, noch am selben Tag – Terminanfragen nach Möglichkeit innerhalb weniger Stunden. Für Nachrichten nach Feierabend gilt: Am nächsten Morgen ist der Posteingang deine erste Aufgabe.

Zum Ton: Deine Antwort auf einen Kommentar liest nicht nur die Person, die ihn geschrieben hat, sondern alle, die deine Seite besuchen. Öffentliche Antworten sind Teil deines Schaufensters.

  • Sprich die Person mit Namen an – in der Anrede, die sie selbst gewählt hat (du oder Sie) – und beantworte ihre Frage gleich im ersten Satz.
  • Preise, Kennzeichen und Telefonnummern gehören nicht in öffentliche Antworten; Details klärst du per Privatnachricht.
  • Lösche negative Kommentare nicht. Geh auf das Problem ein, entschuldige dich und biete an, die Sache per Privatnachricht zu klären.
  • Bedankt sich jemand in einem Kommentar, antworte kurz, aber persönlich; kopierte Standardantworten fallen auf.
  • Antworten auf wiederkehrende Fragen (Öffnungszeiten, Adresse, Dauer eines Reifenwechsels) formulierst du einmal und speicherst sie, damit du sie wiederverwenden kannst.

Vergiss dein Google Unternehmensprofil nicht

Viele lokale Suchen wie „Autowerkstatt in der Nähe“ enden auf der Karte. Dein Google Unternehmensprofil sollte dieselben Öffnungszeiten, dieselbe Adresse und dieselben Fotos zeigen wie deine Facebook-Seite. Ändern sich die Öffnungszeiten, etwa an Brückentagen oder zwischen den Jahren, aktualisierst du beide am selben Tag. Auch das Google Unternehmensprofil kannst du mit VonaHub verbinden.

Beide Plattformen in VonaHub aus einem Kalender steuern

All das geht auch mit zwei getrennten Apps – mühsam ist nur, jede Aufgabe doppelt zu erledigen. Mit der Facebook-Seitenverwaltung von VonaHub planst du denselben Beitrag in einem Schritt für Instagram und Facebook und wählst das Format für jede Plattform einzeln. Auf Facebook stehen die Formate Beitrag, Video, Reels und Story zur Wahl. Ein einzelnes Bild wird standardmäßig als normaler Beitrag veröffentlicht, auch im Hochformat; für eine Story stellst du das Format um.

BeispielansichtBeispielansicht: Formatauswahl für Instagram und Facebook beim selben Beitrag, mit Warnhinweis aus der Prüfung vor der Veröffentlichung.

Für Videos und Reels lädst du ein Titelbild hoch. Auf Instagram kannst du stattdessen auch ein Einzelbild aus dem Video wählen; bei Facebook gibt es diese Auswahl nicht, dort wird das hochgeladene Bild zum Titelbild. Wann welches Format passt, erfährst du in unserem Artikel über Reels, Karussells und Stories.

BeispielansichtBeispielansicht: ein auf einer Facebook-Seite veröffentlichter Beitrag, daneben Messenger-Unterhaltungen.

Alle Nachrichten an einem Ort. Messenger-Nachrichten, Kommentare auf deiner Seite und Instagram-Direktnachrichten kommen im Posteingang an. Weist du eine Unterhaltung einem Teammitglied zu, wird es benachrichtigt. Antworten auf Kommentare erscheinen öffentlich im Namen deiner Seite, gespeicherte Antworten rufst du mit „/“ auf. Nachrichten bleiben 365 Tage erhalten. Der Posteingang ist in den Tarifen Management, Enterprise und Agency enthalten.

BeispielansichtBeispielansicht: Kundenunterhaltungen im Posteingang mit einer Antwort der KI und dem Hinweis, dass die KI pausiert, sobald dein Team antwortet.

Du erfährst, wenn eine Verbindung getrennt wird. Ändern sich deine Berechtigungen für die Seite oder bricht die Verbindung ab, können geplante Beiträge nicht veröffentlicht werden. VonaHub benachrichtigt dann dein Team. Mit „Neu verbinden“ erneuerst du die Berechtigungen; der Verlauf im Posteingang bleibt erhalten.

Facebook-Seite verwaltenVerwalte deine Facebook-Seite im selben Kalender wie Instagram

Für Nachrichten, die nach Feierabend eingehen, kannst du außerdem automatische KI-Antworten aktivieren; mehr dazu in unserem Artikel über automatische Antworten auf Instagram-DMs.

Eine Wochenroutine für lokale Unternehmen

Diese Liste ist für Unternehmen gedacht, die höchstens zwei bis drei Stunden pro Woche für Social Media erübrigen können. Probier sie einen Monat lang aus und schau dann, welcher Schritt die meisten Nachrichten gebracht hat.

Jede Woche

  • Plane am Montag die drei Beiträge der Woche für beide Plattformen.
  • Füge dem Facebook-Text einen anklickbaren Link zur Terminbuchung oder zum Kontakt hinzu.
  • Beginne den Instagram-Beitragstext mit einem Satz, der neugierig macht.
  • Mach mindestens ein Vorher-nachher-Foto oder ein Foto während der Arbeit.
  • Öffne den Posteingang zweimal am Tag: mittags und abends.
  • Beantworte Terminanfragen am selben Tag und Messenger-Nachrichten innerhalb von 24 Stunden.
  • Reagiere öffentlich auf negative Kommentare und biete an, den Rest per Privatnachricht zu klären.
  • Aktualisiere geänderte Öffnungszeiten am selben Tag auf deiner Facebook-Seite und im Google Unternehmensprofil.
  • Notiere am Freitag, welcher Beitrag die meisten Fragen ausgelöst hat, und plane für die nächste Woche einen ähnlichen.
DMs automatisch mit KI beantwortenBeantworte Messenger-Nachrichten, Kommentare und Instagram-DMs in einem gemeinsamen Posteingang